Notfallrucksack für Kinder: Was rein muss – nach Alter sortiert
    Familie · 7 Min.

    Notfallrucksack für Kinder: Was rein muss – nach Alter sortiert

    Schutzgrad-Redaktion

    Stand: · auf Basis der BBK-Empfehlungen

    Muss die Familie schnell die Wohnung verlassen – etwa bei Hochwasser, Brand oder einer Evakuierung –, ist ein gepackter Rucksack Gold wert. Für Kinder gilt: Ein eigener kleiner Rucksack gibt Halt. Er sollte aber leicht sein. Faustregel: höchstens 10 % des Körpergewichts.

    Was die Eltern für die Kinder tragen

    Das Schwere und Wichtige gehört in den Rucksack der Erwachsenen:

    • Kopien von Kinderausweis, Impfpass und Krankenkassenkarte (wasserdicht verpackt)
    • Medikamente des Kindes für mindestens 3 Tage, plus Fiebersaft
    • Windeln, Feuchttücher und Wechselkleidung (für Kleinkinder)
    • Trinkwasser und haltbare Snacks für alle
    • Ein aktuelles Foto jedes Kindes – hilft, falls ihr getrennt werdet

    Der eigene Rucksack: nach Alter

    AlterInhalt
    0–3 JahreKein eigener Rucksack – Schnuller, Kuscheltier, Lieblingsdecke in den Elternrucksack
    4–6 JahreKuscheltier, kleine Trinkflasche, Müsliriegel, Malbuch, Regenjacke, Namensschild
    7–10 JahreTaschenlampe, Trinkflasche, Snacks, Kartenspiel, Wechselsocken, Notfallkarte
    ab 11 JahrenPowerbank, Pfeife, kleines Erste-Hilfe-Set, Buch, Kontaktliste auf Papier

    Die Notfallkarte

    Jedes Kind sollte eine Karte im Rucksack haben – und ab dem Schulalter auch auswendig wissen, was draufsteht:

    • Vor- und Nachname, Geburtsdatum
    • Telefonnummern beider Eltern und einer Vertrauensperson außerhalb der Stadt
    • Allergien und Medikamente
    • Ein vereinbarter Treffpunkt

    Ohne Angst erklären

    Kinder spüren Unsicherheit. Stell den Rucksack als Abenteuer-Rucksack vor, nicht als Katastrophen-Ausrüstung. Lass dein Kind Snack und Spiel selbst aussuchen. Macht einmal im Jahr eine kleine Übung: Rucksack nehmen, Schuhe an, an der Tür treffen. Mehr dazu: Krisenvorsorge mit Kindern.

    Regelmäßig prüfen

    Kinder wachsen. Prüfe den Rucksack zweimal im Jahr – etwa bei der Zeitumstellung: Passt die Wechselkleidung? Sind die Snacks noch haltbar? Stimmen die Telefonnummern?

    Den Rucksack für Erwachsene findest du im Ratgeber Notfallrucksack, fertige Zusammenstellungen im Paket Familie.

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